Dieses Semester habe ich angefangen einige interessante Kurse für den Medienpass zu belegen. Einer davon war eTeaching Skills. Am Anfang konnte ich mir darunter nicht wirklich viel vorstellen und ließ mich vom Kurs überraschen. Eigentlich halte ich mich für einen sehr aufgeschlossenen, erfahrenen und vor allem modernen Internetnutzer. Allerdings wurden mir in dieser Lehrveranstaltungen während des Semester viele Nutzungsmöglichkeiten des Internet gezeigt deren ich mir bis dato nicht bewusst war.
Die erste positive Überraschung war für mich Drop-Box. Ich kannte zwar den Namen, aber konnte mir nicht wirklich viel darunter vorstellen, da ich bisher immer nur mit 1-Click Hostern wie Rapidshare etc. gearbeitet hatte. Die Möglichkeiten die Drop-Box im Vergleich zu Rapidshare etc. bietet sind wirklich interessant. Die gemeinsame Nutzung der Drop-Box Ordner und die vielfältigen Freigabeoptionen vereinfachen die Arbeit an gemeinsamen Projekte enorm.
Ein weiteres sehr interessantes Tool für kollaboratives Arbeiten im Internet war iEtherpad. Leider ist dieser Service mittlerweile offline, doch es gibt andere Dienste die dieselbe Funktion erfüllen. iEtherpad ermöglicht gemeinsames Schreiben in Echtzeit. Hierbei werden immer wieder Sicherungskopien erstellt und mit Hilfe einer Timeline kann man die Entwicklung des Textes zurückverfolgen. Im Laufe des Semesters habe ich mehrmals bei der Erstellung von Seminararbeiten auf dieses Tool zurückgegriffen und es erleichterte mit den Fortschritt meines Studiums enorm.
Mit Blogs hatte ich schon länger zu tun. Meist hatte ich Blogs für meine sportlichen Aktivitäten genutzt, oder mir Bewertungen zu neuen Filmen auf anderen Blogs angesehen. Auf die Idee, einen Blog als Lehr-/Lernmedium zu nutzen bin ich allerdings bisher nicht gekommen. Im Rahmen der LV haben wir einen Blog erstellt, der eine Art Übungsplattform, Materialsammlung und Unterrichtshilfe für den Geschichtsunterricht darstellen soll. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass in Zukunft Blogs in den Unterricht als interaktives Lern-/Lehrmedium eingebaut werden, da die Nutzung von Blogs enorme Vorteile bietet.
Twitter war das einzige in der LV behandelte Online Tool mit dem ich mich nach wie vor noch nicht anfreunden konnte. Es mag sein, dass Twitter sehr aktuell, informativ und nützlich sein kann. Allerdings verliert man eigentlich sofort den Überblick, sobald sich die Zahl der abonierten Accounts erhöht. Ich bevorzuge die Inhalte die in einem Medium veröffentlicht werden zumindest eine Zeit lang online vorzufinden und eine gewisse Übersicht über sie zu behalten. Bei Twitter ist mir das schlichtweg nicht möglich. Die Fülle an Informationen lässt keinen Durchblick zu, sondern erlaubt höchstens Teilausschnitte zu erfassen. Ich selbst habe seit dem Ende der LV Twitter nicht mehr benutzt und solange es nicht unbedingt nötig ist, werde ich es auch nicht weiterhin nutzen.
Im Gegensatz dazu, ist Friendfeed ein sehr interessantes Tool. Mit der Erstellung von Gruppen und anderen Funktionen kann sich der Nutzer seinen individuellen "Informationsstream" erstellen. Die Inhalte die der Nutzer erhält, werden hierbei einzig und allein von ihm bestimmt.
Als letzten Punkt bleiben noch die neuen Erkenntnisse über das Medienrecht im Internet, die wir im Laufe der LV vermittelt bekommen haben. Die meisten StudentInnen der Kommunikationswissenschaft werden bereits die Vorlesung zum Thema Medienrecht absolviert haben. Allerdings wird in dieser das Medienrecht im Internet nur sehr kurz abgehandelt, da sich die Rechtsprechung hier selbst noch nicht ganz in der Handhabe sicher ist. Vor allem der Punkt der Lizenzierung und des Urheberrechts wurde uns in der LV nahegebracht. Formen wie Creative Common Lizenzen und anderes wurden uns hierbei genau erklärt. Für mich wurde dadurch einiges klarer und ich kann mich in Zukunft auf jeden Fall darauf verlassen genau zu wissen ob mein Handeln im Internet legal oder illegal ist.
Alles in allem war die Lehrveranstaltung eTeaching Skills für mich von sehr großem Nutzen. Einerseits kannte ich schon vor der LV einige der behandelten Tools und hatte deshalb 1-2 LV Termine eine gewisse Langeweile, andererseits wurde mir aber auch sehr viel neues nahe gebracht und ich konnte mir über Vor- und Nachteile der einzelnen Tools ein sehr detailliertes Bild machen.
Montag, 20. Februar 2012
Montag, 9. Januar 2012
Extremsport im Web2.x
Ohne Social Media Plattformen wie Facebook, wäre der Extremsport in seiner heutigen Form sicher nicht so populär geworden. Film-Teams veröffentlichen ihre Filme und Fotos auf Facebook-Fanpages, die Freeride World Tour stellt einen Live-Stream für den Tourstop in Kanada zur Verfügung und im kleineren wird sich in Gruppen auf Facebook zum Ski-/Snowboardfahren verabredet. Es ist schon sehr erstaunlich, dass die einzige weltweit anerkannte Instanz (Freeride World Tour) im enorm wachsenden Segment des Freeride-Sports ohne Social Media fast keine Aufmerksamkeit bei der breiten Masse erregen würde. Das Freeriden ist die erste Sportart, die in ihrer Wachstumsphase nur auf Social Media Plattformen präsent war und nicht etwa im großen Stil im Fernsehen etc. gezeigt wurde. Doch auch gerade bei semi-professionellen und kleineren Fahrern und Teams ist Facebook enorm wichtig. An andere Medien wie das Fernsehen oder Radio kommt man als unbekannter Fahrer so gut wie garnicht heran, doch im Social Web kann man sich langsam eine Fanbase und eine Reputation erarbeiten um den Leuten seine Sicht der Dinge und Produkte wie Fotos und Videos zu präsentieren. Auch wir haben bei unseren Projekten darauf zurückgegriffen. Zwar wurden die wesentlichen Inhalte unseres Projekts in Neuseeland nur im Blog auf Blotspot veröffentlicht, allerdings wurden diese Posts auch stets über Facebook verlinkt und geteilt, da sonst niemand auf die Idee gekommen wäre sich unseren Blog anzusehen. Ich bin gespannt, wann sich das nächste mal eine Sportart derart auf Social Media verlässt und wie sich das Freeriden in Bezug auf dieses Thema weiterentwickelt.
Abonnieren
Posts (Atom)