Montag, 20. Februar 2012

Resümée

Dieses Semester habe ich angefangen einige interessante Kurse für den Medienpass zu belegen. Einer davon war eTeaching Skills. Am Anfang konnte ich mir darunter nicht wirklich viel vorstellen und ließ mich vom Kurs überraschen. Eigentlich halte ich mich für einen sehr aufgeschlossenen, erfahrenen und vor allem modernen Internetnutzer. Allerdings wurden mir in dieser Lehrveranstaltungen während des Semester viele Nutzungsmöglichkeiten des Internet gezeigt deren ich mir bis dato nicht bewusst war.
Die erste positive Überraschung war für mich Drop-Box. Ich kannte zwar den Namen, aber konnte mir nicht wirklich viel darunter vorstellen, da ich bisher immer nur mit 1-Click Hostern wie Rapidshare etc. gearbeitet hatte. Die Möglichkeiten die Drop-Box im Vergleich zu Rapidshare etc. bietet sind wirklich interessant. Die gemeinsame Nutzung der Drop-Box Ordner und die vielfältigen Freigabeoptionen vereinfachen die Arbeit an gemeinsamen Projekte enorm.
Ein weiteres sehr interessantes Tool für kollaboratives Arbeiten im Internet war iEtherpad. Leider ist dieser Service mittlerweile offline, doch es gibt andere Dienste die dieselbe Funktion erfüllen. iEtherpad ermöglicht gemeinsames Schreiben in Echtzeit. Hierbei werden immer wieder Sicherungskopien erstellt und mit Hilfe einer Timeline kann man die Entwicklung des Textes zurückverfolgen. Im Laufe des Semesters habe ich mehrmals bei der Erstellung von Seminararbeiten auf dieses Tool zurückgegriffen und es erleichterte mit den Fortschritt meines Studiums enorm.
Mit Blogs hatte ich schon länger zu tun. Meist hatte ich Blogs für meine sportlichen Aktivitäten genutzt, oder mir Bewertungen zu neuen Filmen auf anderen Blogs angesehen. Auf die Idee, einen Blog als Lehr-/Lernmedium zu nutzen bin ich allerdings bisher nicht gekommen. Im Rahmen der LV haben wir einen Blog erstellt, der eine Art Übungsplattform, Materialsammlung und Unterrichtshilfe für den Geschichtsunterricht darstellen soll. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass in Zukunft Blogs in den Unterricht als interaktives Lern-/Lehrmedium eingebaut werden, da die Nutzung von Blogs enorme Vorteile bietet.
Twitter war das einzige in der LV behandelte Online Tool mit dem ich mich nach wie vor noch nicht anfreunden konnte. Es mag sein, dass Twitter sehr aktuell, informativ und nützlich sein kann. Allerdings verliert man eigentlich sofort den Überblick, sobald sich die Zahl der abonierten Accounts erhöht. Ich bevorzuge die Inhalte die in einem Medium veröffentlicht werden zumindest eine Zeit lang online vorzufinden und eine gewisse Übersicht über sie zu behalten. Bei Twitter ist mir das schlichtweg nicht möglich. Die Fülle an Informationen lässt keinen Durchblick zu, sondern erlaubt höchstens Teilausschnitte zu erfassen. Ich selbst habe seit dem Ende der LV Twitter nicht mehr benutzt und solange es nicht unbedingt nötig ist, werde ich es auch nicht weiterhin nutzen.
Im Gegensatz dazu, ist Friendfeed ein sehr interessantes Tool. Mit der Erstellung von Gruppen und anderen Funktionen kann sich der Nutzer seinen individuellen "Informationsstream" erstellen. Die Inhalte die der Nutzer erhält, werden hierbei einzig und allein von ihm bestimmt.
Als letzten Punkt bleiben noch die neuen Erkenntnisse über das Medienrecht im Internet, die wir im Laufe der LV vermittelt bekommen haben. Die meisten StudentInnen der Kommunikationswissenschaft werden bereits die Vorlesung zum Thema Medienrecht absolviert haben. Allerdings wird in dieser das Medienrecht im Internet nur sehr kurz abgehandelt, da sich die Rechtsprechung hier selbst noch nicht ganz in der Handhabe sicher ist. Vor allem der Punkt der Lizenzierung und des Urheberrechts wurde uns in der LV nahegebracht. Formen wie Creative Common Lizenzen und anderes wurden uns hierbei genau erklärt. Für mich wurde dadurch einiges klarer und ich kann mich in Zukunft auf jeden Fall darauf verlassen genau zu wissen ob mein Handeln im Internet legal oder illegal ist.
Alles in allem war die Lehrveranstaltung eTeaching Skills für mich von sehr großem Nutzen. Einerseits kannte ich schon vor der LV einige der behandelten Tools und hatte deshalb 1-2 LV Termine eine gewisse Langeweile, andererseits wurde mir aber auch sehr viel neues nahe gebracht und ich konnte mir über Vor- und Nachteile der einzelnen Tools ein sehr detailliertes Bild machen.

Montag, 9. Januar 2012

Extremsport im Web2.x

Ohne Social Media Plattformen wie Facebook, wäre der Extremsport in seiner heutigen Form sicher nicht so populär geworden. Film-Teams veröffentlichen ihre Filme und Fotos auf Facebook-Fanpages, die Freeride World Tour stellt einen Live-Stream für den Tourstop in Kanada zur Verfügung und im kleineren wird sich in Gruppen auf Facebook zum Ski-/Snowboardfahren verabredet. Es ist schon sehr erstaunlich, dass die einzige weltweit anerkannte Instanz (Freeride World Tour) im enorm wachsenden Segment des Freeride-Sports ohne Social Media fast keine Aufmerksamkeit bei der breiten Masse erregen würde. Das Freeriden ist die erste Sportart, die in ihrer Wachstumsphase nur auf Social Media Plattformen präsent war und nicht etwa im großen Stil im Fernsehen etc. gezeigt wurde. Doch auch gerade bei semi-professionellen und kleineren Fahrern und Teams ist Facebook enorm wichtig. An andere Medien wie das Fernsehen oder Radio kommt man als unbekannter Fahrer so gut wie garnicht heran, doch im Social Web kann man sich langsam eine Fanbase und eine Reputation erarbeiten um den Leuten seine Sicht der Dinge und Produkte wie Fotos und Videos zu präsentieren. Auch wir haben bei unseren Projekten darauf zurückgegriffen. Zwar wurden die wesentlichen Inhalte unseres Projekts in Neuseeland nur im Blog auf Blotspot veröffentlicht, allerdings wurden diese Posts auch stets über Facebook verlinkt und geteilt, da sonst niemand auf die Idee gekommen wäre sich unseren Blog anzusehen. Ich bin gespannt, wann sich das nächste mal eine Sportart derart auf Social Media verlässt und wie sich das Freeriden in Bezug auf dieses Thema weiterentwickelt.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Box

Da ich schon beim letzten mal angebracht hatte, dass es meiner Meinung nach auch simplere Lösungen gibt, will ich jetzt einfach meine Meinung zu Box und zu Rapidshare abgeben. Bei beiden Diensten muss man sich seit neuestem registrieren. Das war früher bei Rapidshare nicht der Fall. Beide Dienste bieten außerdem das praktische Drag&Drop. Der Vorteil bei Rapidshare ist allerdings die maximale Dateigröße. Bei Rapidshare beträgt diese 2GB pro Datei, bei Box leider nur 25MB. Außerdem steht bei Rapidshare so viel Speicher zur Verfügung wie benötigt. Beide Dienste bieten zudem die Möglichkeit schnell und einfach die Dateien mit nur einem Click in alle gängigen Social Netzwerke zu posten, per Mail zu versenden, oder eine Einladung mit zugehörigem Passwort zu geschützten Dateien weiterzuleiten. Bei Rapidshare findet sich auch ein integrierter Media-Player, mit dem alle Multimediadateien direkt im Account abgespielt, also gestreamt werden können. Mithilfe von Zusatzdiensten kann man bei Box.com auch direkt Dateien online bearbeiten und updaten. Ich persönlich finde beide Dienste gut und nutze sie für unterschiedliche Aufgaben. Box.com ist zum Beispiel sehr praktisch um kollaborative Arbeiten zu schreiben (wir haben es schon bei unserer letzten Arbeit genutzt), während ich im Rahmen von Filmarbeiten oft mit Rapidshare arbeite, da die Dateigrößen hier extrem wichtig sind.

Montag, 5. Dezember 2011

Hootsuite

Ich war schon früher ein Fan von Programmen die mir den schnellen Überblick über alle meine Dienste erlauben, ohne selbst zu kompliziert zu sein. Mit Instant-Messaging Diensten war hier Trillian ein sehr gutes Beispiel. Auch Hootsuite kann als ein solcher Dienst verstanden werden, wenn auch mehr in Bezug auf Social Media Netzwerke und weniger in Bezug auf Kommunikationsdienste. In Tabs können alle meine Social Media Accounts eigebunden werden (in der Free-Version 5 Stück) und ich kann mir in den Spalten den genauen Umfang der angezeigten Informationen einstellen. Das Posting kann direkt und einfach via Hootsuite in allen Netzwerken aufeinmal vorgenommen werden. Ich werde mich wohl noch mehr mit Hootsuite befassen müssen um wirklich sagen zu können ob es für mich sinnvoll ist oder nicht, dennoch ist mein bisheriger Eindruck vorerst positiv!

Twitter sucks -.-

Langsam weiß ich wirklich nicht mehr ob ich noch ein positives Haar an Twitter lassen kann. Jedesmal wenn ich versuche mit Twitter etwas zu meiner Hausarbeit zu schreiben erreiche ich fast sofort meine ,,stündliche Nutzungsgrenze". Es ist mir einfach unmöglich mit diesem Tool etwas positives zu produzieren, da es mir durch ständiges abschalten jegliche Chance mich in dieses Tool hineinzuarbeiten verwehrt. Ich kann mittlerweile keine kleinen blauen Vögel mehr sehen, ohne mit den Zähnen zu knirschen, Sofern es nicht für mein positives Bestehen dieser Übung vonnöten ist, werde ich die Nutzung von Twitter einstellen, bis sich Twitter dazu entscheidet ein solides Servernetzwerk aufzubauen und es auf die Reihe bekommt 24/7 voll und ganz erreichbar zu sein.

Montag, 28. November 2011

Twitter, oder: Informationsflut ohne Staumauer

Ich persönlich habe mich im Rahmen der Übung eTeachingskills mit dem Microblogging auf Twitter beschäftigt. Für mich stand schon sehr früh fest: meine generelle Meinung dazu wird aller Voraussicht nach nicht positiv ausfallen. Die Nachrichten sind sehr knapp gefasst, was man als positiv auffassen kann, aber nicht muss. Besonders stört mich an dieser Tatsache die Notwendigkeit mich weiterverlinken zu lassen um überhaupt den gewünschten Beitrag ganz lesen zu können. Oft ist dem User auch nicht klar wohin er eigentlich verlinkt wird, denn die bei Twitter zu sehenden Links stimmen eigentlich nie mit den Ziellinks überein. Es kann also ohne weiteres hiermit Missbrauch betrieben werden um Personen auf anstößige und unseriöse Seiten zu locken. Zugegeben, die hohe Aktualität und die Verbreitung der Nachrichten via dem Schneeballprinzip haben beide ihre Reize, dennoch werde ich aber auch in Zukunft lieber mit Facebook arbeiten und meine Nachrichten bei seriösen Online-Nachrichtenmagazinen suchen.

Montag, 24. Oktober 2011

Innovative Beurteilungsmöglichkeiten beim Einsatz von Social Web/Social Media in der Lehre

Für eine ,,klassische Leistungsbeurteilung" ist vor allem eines Grundvoraussetzung - die Chancengleichheit aller zu Benotenden. Für Kurse, welche eLearning2.0 Werkzeuge und Methoden verwenden, entstehen hier nun Schwierigkeiten. Das Grundwissen im Bereich Web2.0, dem Umgang mit dem Internet, als auch generelles Wissen über PCs und Technik unterscheiden sich von Person zu Person extrem. Im normalen Schulunterricht wird z.B. die Thematik Web2.0 und eLearning oft nur wenig thematisiert. Dies ist auch von Schule zu Schule sehr unterschiedlich. Des Weiteren können viele Schüler wesentliche Vorteile aus privat und in der Freizeit erworbenen Vorkenntnissen ziehen. Ein Schüler dem zu Hause ein PC mit Internetanschluss zur Verfügung steht wird logischerweise viel früher die Möglichkeit haben Erfahrungen im Internet zu sammeln als ein Schüler, der höchstens in der Schule oder bei Freunden Zugriff auf das Internet hat. Andererseits lässt sich natürlich auch argumentieren, dass privates Engagement in schulischen/studientechnischen Belangen ein durchaus zu fördernder und positiv zu bewertender Aspekt bei der Notengebung sein sollte. In der heutigen Zeit wird immer mehr Wert auf Eigeninitiative und selbstständige Fortbildung gelegt. Sofern gleiche Grundkenntnisse bei allen Studierenden/Schülern vorliegen, finde ich durchaus, dass eine klassische Leistungsbeurteilung Sinn machen würde. Ist dies nicht der Fall würde ich allerdings anders vorgehen. Es liegt meiner Meinung nach im Aufgabenbereich des Lehrenden sich ein Bild vom Niveau des Kurses, bzw. der Fähigkeiten in Lehrveranstaltungsrelevanten Bereichen zu machen. Dies dürfte nach Einsicht der ersten Hausübungen einigermaßen möglich sein. Mein Vorschlag zur Benotung sieht nun wie folgt aus: Ausgehend von den jeweiligen Kenntnissen der Kursteilnehmer sollte eine Note auf den individuellen Fortschritt der Personen innerhalb der Lehrveranstaltung vergeben werden. Dies verschafft jedem eine gewisse Chancengleichheit in Hinblick auf eine positive Bewertung. Hierbei ist für mich vor allem die kreative Umsetzung der in der Lehrveranstaltung vermittelten Inhalte in Hausübungen wichtig. Der zweite Teil der Note ist in meinem Konzept die Mitarbeit während der Lehrveranstaltung. Die meisten Themen zu denen eine Meldung möglich ist, sind nicht direkt an spezifisches Wissen gekoppelt, sondern können durch logisches Denken und Mitarbeit erschlossen werden. Insofern wäre auch hier eine grundlegende Chancengleichheit auf eine positive Benotung gegeben, da nicht einfach faktisches Vorwissen abgefragt wird, sondern die Diskussion innerhalb der Lehrveranstaltung relevant ist.