Montag, 24. Oktober 2011

Innovative Beurteilungsmöglichkeiten beim Einsatz von Social Web/Social Media in der Lehre

Für eine ,,klassische Leistungsbeurteilung" ist vor allem eines Grundvoraussetzung - die Chancengleichheit aller zu Benotenden. Für Kurse, welche eLearning2.0 Werkzeuge und Methoden verwenden, entstehen hier nun Schwierigkeiten. Das Grundwissen im Bereich Web2.0, dem Umgang mit dem Internet, als auch generelles Wissen über PCs und Technik unterscheiden sich von Person zu Person extrem. Im normalen Schulunterricht wird z.B. die Thematik Web2.0 und eLearning oft nur wenig thematisiert. Dies ist auch von Schule zu Schule sehr unterschiedlich. Des Weiteren können viele Schüler wesentliche Vorteile aus privat und in der Freizeit erworbenen Vorkenntnissen ziehen. Ein Schüler dem zu Hause ein PC mit Internetanschluss zur Verfügung steht wird logischerweise viel früher die Möglichkeit haben Erfahrungen im Internet zu sammeln als ein Schüler, der höchstens in der Schule oder bei Freunden Zugriff auf das Internet hat. Andererseits lässt sich natürlich auch argumentieren, dass privates Engagement in schulischen/studientechnischen Belangen ein durchaus zu fördernder und positiv zu bewertender Aspekt bei der Notengebung sein sollte. In der heutigen Zeit wird immer mehr Wert auf Eigeninitiative und selbstständige Fortbildung gelegt. Sofern gleiche Grundkenntnisse bei allen Studierenden/Schülern vorliegen, finde ich durchaus, dass eine klassische Leistungsbeurteilung Sinn machen würde. Ist dies nicht der Fall würde ich allerdings anders vorgehen. Es liegt meiner Meinung nach im Aufgabenbereich des Lehrenden sich ein Bild vom Niveau des Kurses, bzw. der Fähigkeiten in Lehrveranstaltungsrelevanten Bereichen zu machen. Dies dürfte nach Einsicht der ersten Hausübungen einigermaßen möglich sein. Mein Vorschlag zur Benotung sieht nun wie folgt aus: Ausgehend von den jeweiligen Kenntnissen der Kursteilnehmer sollte eine Note auf den individuellen Fortschritt der Personen innerhalb der Lehrveranstaltung vergeben werden. Dies verschafft jedem eine gewisse Chancengleichheit in Hinblick auf eine positive Bewertung. Hierbei ist für mich vor allem die kreative Umsetzung der in der Lehrveranstaltung vermittelten Inhalte in Hausübungen wichtig. Der zweite Teil der Note ist in meinem Konzept die Mitarbeit während der Lehrveranstaltung. Die meisten Themen zu denen eine Meldung möglich ist, sind nicht direkt an spezifisches Wissen gekoppelt, sondern können durch logisches Denken und Mitarbeit erschlossen werden. Insofern wäre auch hier eine grundlegende Chancengleichheit auf eine positive Benotung gegeben, da nicht einfach faktisches Vorwissen abgefragt wird, sondern die Diskussion innerhalb der Lehrveranstaltung relevant ist.

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